Baseline

Auch bekannt als HRV-Baseline, persönliche Baseline, Grundwert

Ihr eigenes übliches HRV-Niveau samt Schwankungsbreite, ermittelt aus Messungen über mehrere Wochen, immer unter gleichen Bedingungen. Der Vergleich mit der Baseline sagt mehr aus als der Vergleich mit anderen Menschen.

Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) unterscheidet sich von Mensch zu Mensch stark; ein Wert von 40 ms kann also für die eine Person gewöhnlich und für die andere ungewöhnlich niedrig sein. Die Baseline, Ihr persönlicher Normalbereich, löst dieses Problem, indem sie Sie selbst zum Maßstab macht. Sie besteht aus Ihrem typischen Wert und dem Bereich, in dem er normalerweise schwankt, ermittelt aus wiederholten Messungen unter gleichen Bedingungen: gleiche Tageszeit, gleiche Körperhaltung, gleiches Gerät.

Einzelne Tage schwanken stark. Bei Sportlerinnen und Sportlern variiert der lnRMSSD lnRMSSD Der natürliche Logarithmus des RMSSD, ohne Einheit. Das Logarithmieren gleicht die Streuung der RMSSD-Werte aus, sodass sich Veränderungen von Tag zu Tag leichter vergleichen und auswerten lassen. Mehr zu lnRMSSD von einem Tag zum nächsten typischerweise um 10 bis 20 %, wenn sich die Trainingsbelastung ändert. Die Sportwissenschaft stützt sich deshalb auf Durchschnittswerte. Buchheit hält in seiner Übersichtsarbeit fest, dass Zusammenhänge zwischen HRV und Laufleistung erst sichtbar wurden, wenn die Messwerte von mindestens 3 bis 4 Tagen gemittelt wurden, nicht bei Werten einzelner Tage. Ein gängiger Ansatz ist der gleitende 7-Tage-Durchschnitt; eine Fallstudie von 2012 verfolgte damit das Training von zwei Personen aus der Triathlon-Elite.

Die Grafik unten simuliert einen Monat mit Morgenmessungen rund um eine Baseline. Fügen Sie eine schlechte Nacht oder einige Krankheitstage hinzu und beobachten Sie, wie stark ein einzelner Wert ausschlägt, verglichen mit dem 7-Tage-Durchschnitt und dem üblichen Bereich.

Auch ohne besonderes Ereignis schwanken einzelne Messwerte zwischen 37 und 57 ms. Der 7-Tage-Durchschnitt bleibt zwischen 45 und 49 ms.

Ereignis hinzufügen
Simulierter morgendlicher RMSSD der letzten 30 Tage. Normalbereich 43 bis 51 ms.
TagMesswert (ms)7-Tage-Durchschnitt (ms)Ereignis
vor 29 Tagen4148Keines
vor 28 Tagen4347Keines
vor 27 Tagen4746Keines
vor 26 Tagen4545Keines
vor 25 Tagen4645Keines
vor 24 Tagen5246Keines
vor 23 Tagen5146Keines
vor 22 Tagen4547Keines
vor 21 Tagen5248Keines
vor 20 Tagen3747Keines
vor 19 Tagen4246Keines
vor 18 Tagen4045Keines
vor 17 Tagen5245Keines
vor 16 Tagen5746Keines
vor 15 Tagen5347Keines
vor 14 Tagen4246Keines
vor 13 Tagen4146Keines
vor 12 Tagen4647Keines
vor 11 Tagen5349Keines
vor 10 Tagen4648Keines
vor 9 Tagen4346Keines
vor 8 Tagen4545Keines
vor 7 Tagen5146Keines
vor 6 Tagen4647Keines
vor 5 Tagen4747Keines
vor 4 Tagen5247Keines
vor 3 Tagen4146Keines
vor 2 Tagen4046Keines
Gestern4546Keines
Heute5246Keines

Simulierte Messwerte, keine echten Daten. Fügen Sie ein Ereignis hinzu und vergleichen Sie, wie stark sich ein einzelner Morgen verändert und wie stark der 7-Tage-Durchschnitt.

Ein Diagramm mit 30 simulierten morgendlichen RMSSD-Messwerten, die von Tag zu Tag auf und ab springen, mit einer ruhigeren Linie für den 7-Tage-Durchschnitt und einem schattierten Band für den Normalbereich. Nach dem Diagramm folgt eine Tabelle mit allen Messwerten.

So hilft das beim Deuten Ihrer Werte:

  • Ein einzelner niedriger Morgenwert bedeutet für sich genommen wenig. Mehrere Tage unterhalb des üblichen Bereichs verdienen mehr Aufmerksamkeit.
  • Kleine Abweichungen innerhalb des Normalbereichs sind meist zufällige Schwankungen.
  • Ein neues Gerät, eine andere Messzeit oder eine große Änderung der Routine können die Baseline verschieben. Geben Sie ihr einige Wochen, um sich einzupendeln, bevor Sie ihr vertrauen.

Die Lektion So bauen Sie Ihre HRV-Baseline auf und deuten Trends zeigt, wie man eine Baseline ermittelt und deutet, und Warum schwankt meine HRV von Tag zu Tag so stark? behandelt die täglichen Ausschläge.

Quellen

  1. Monitoring training status with HR measures: do all roads lead to Rome? Frontiers in Physiology, 2014
  2. Heart rate variability in elite triathletes, is variation in variability the key to effective training? A case comparison European Journal of Applied Physiology, 2012

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